BEGINN DER MONATSWALLFAHRT

Eineinhalb Jahrhunderte Stillstand

Wallfahrten nach Maria Roggendorf fanden ab dem 15. Jahrhundert statt. Nach der gewaltsamen Unterdrückung der Marienwallfahrt durch die josephinische Gesetzgebung ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts blieb es fast eineinhalb Jahrhunderte still um Roggendorf. Das kirchliche Leben war allein pfarrliches Leben.

 

Erst im Jahr 1924, erinnerte sich Pfarrvikar P. Rupert Feichtinger (1913-1945) der früheren Wallfahrtsherrlichkeit. Er lud zum Patroziniumsfest am 8. September die Marienverehrer der Umgebung zum gemeinsamen Beten ein. Sie kamen und dies in gar nicht so geringer Zahl.

Mehr zu den Ursprüngen der Wallfahrt lesen Sie hier.

Gnadenbild restauriert

Die neu begründete Tradition setzte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 fort. In den Jahren 1967 bis 1969 war jeweils Monsignore Dr. Hans Groër, der am 15. April 1969 in Roggendorf ein Jugendpräsidium der Legion Mariens ins Leben gerufen hatte, der Prediger.

 

Das Gnadenbild wurde restauriert und am 14. September 1969 von Msgr. Dr. Franz Sotola benediziert. Im Kanzelwort dieses Jahres legte Groër dar, dass das Bild Mariens auch „in uns selbst“ erneuert werden müsste; man dürfe auch nicht ein ganzes Jahr lang bis zur nächsten Wallfahrt warten:

Hier soll „ein marianisches Zentrum“ entstehen, „eine Stätte lebendiger, echter Marienverehrung, die ganz zu Jesus führt“

Monsignore Dr. Hans Groër,  15. April 1969

Wallfahrtsbitten erstmals formuliert

Monsignore Dr. Hans Groër formulierte erstmals die vier, bis heute unverändert gültigen Wallfahrtsbitten:

1.  Festigung im Glauben
2.  Geistliche Berufe
3.  Erneuerung der Kirche
4.  Frieden in der Welt

Es sollte also eine Wallfahrt neuen Typs begonnen werden. Sie würde weniger in den privaten Anliegen der Einzelnen ihre Motivationskraft finden, als im Bestreben, der Kirche als solcher zu helfen. Zudem war es ja bereits überdeutlich geworden, dass sie eine „Kirche in Not“ war. Kardinal Franjo Seper sollte deshalb 1972 die Monatswallfahrt als „Wallfahrt für die Kirche“ bezeichnen.

 

Dass die Wallfahrt jeweils am 13. jeden Monats die Pilger in Maria Roggendorf – so heißt der Ort seit 1971 – versammelt, stellt einen unübersehbaren Bezug zu den Marienerscheinungen in Fatima dar. Professor DDr. Friedrich Wessely und mit ihm der Senatus der Legion Mariens in Österreich waren ja schon 1967 bemüht, solche „Fatima-Feiern“ von Mai bis Oktober in Wien-Döbling einzuführen. Und Groër selbst war an den „Dreizehner-Wallfahrten“ in der Klosterkirche von Mariastern-Gwiggen in Vorarlberg beratend, ja initiativ beteiligt.

Erste Monatswallfahrt im Jahr 1969

Die erste Monatswallfahrt fand am 13. Oktober 1969 in Roggendorf statt. Es war dies der 50. Geburtstag des „Herrn Professor Groër“. Sie verlief überaus ermutigend: Etwa 2.000 Pilger waren gekommen und der Apostolische Nuntius Dr. Opilio Rossi rief der Menge zu:

Kommet wieder,

kommet immer wieder!

Dr. Opilio Rossi, Apostolische Nuntius

Diese Aufforderung wurde mit dem Herzen aufgenommen. Eine neue Generation von Pilgern ist mittlerweile herangewachsen und am 13. November 2011 konnte die 500. Monatswallfahrt, angeführt von Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, gehalten werden.

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